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Tauben als Überleitung der Menschheit

Ich war Sonntag in Köln, am CSD. Es ist wirklich eine tolle Sache. Lebsen, Schwule, Transsexuelle und Drag Queens können einen Tag mal richtig die Sau raus lassen und ihr Leben genießen, ohne von dummen Menschen angegafft zu werden. Eigentlich sollte jeder Tag so sein. Leider sieht die Realität anders aus. Nun, ich wartete also am Bahnhof, ca. eine Stunde. Die Fahrerin von meinem Date hatte irgendwie nicht so eine Bindung zu ihrem Navi und somit fuhren sie ungefähr eine Stunde um Köln rum. Als ich da so saß und wartete, warf ein kleiner Junge den Tauben seine Kekse hin. Diese stürzten sich natürlich auch sofort drauf. Was hatte ich auch anderes erwartet? Es sind Tiere und bei denen geht es immer um das nackte Überleben. Doch als ich mir die Taube ansah, wie sie um jedes kleines Stückchen Keks kämpften, kam mir folgender Gedanke: Was würde passieren wenn man Bündelweise Geld über die Treppen des Doms verteilen würde? Wären wir Menschen in dem Moment nicht genauso wie die Tauben? Würden wir uns auf die Scheine stürzten und unsere Mitmenschen wegstoßen, damit für uns mehr raus springt? Ich lebe jetzt schon seid einigen Monaten mit sehr wenig Geld. Und ich finde es gut. Ich bin freier als vorher, mache mich bewusst nicht von etwas Papier mit einem Druck abhängig. In manchen Situationen wäre es natürlich von Vorteil mehr Geld zu haben, das bestreite ich nicht. Jedoch sollte man sich immer ins Gedächtnis rufen, ob wir deswegen andere Menschen verurteilen dürfen. Ist es das Wert? Ist ein Mensch weniger wert, nur weil er weniger Geld hat? In meinen Augen macht einen Menschen sein Charakter aus und der kann nunmal auch sehr gut und besonders sein ganz ohne Geld. Vielleicht auch grade deswegen. Die Augen richten sich vielleicht genau dann auf die wichtigen Sachen der Welt und werden nicht vor den richtigen Problemen verschlossen. Ich sehe das so: Wenn ich einen Straßenmusiker sehe, der mit voller Leidenschaft sein Instrument spielt, wieso sollte ich ihm nichts von meinem Geld geben? Wieso sollte ich dem Obdachlosen kein Kaffee und kein Brötchen beim Bäcker kaufen und ihm schenken? Letzteres habe ich tatsächlich schon gemacht, jeden Tag als ich zur Arbeit gegangen bin. Und die Dankbarkeit, die er mich entgegen brachte war nicht auszudrücken. Als ich krank wurde pflückte er mir jeden Morgen Blumen und wartete jeden Morgen, bis ich wieder da war. Mit diesem Menschen hat mich etwas verbunden. Dankbarkeit seinerseits und ein gutes Gewissen meinerseits, dass mein Geld auf dieser Welt doch noch was Gutes anrichtet. Ziehen wir als ein kurzes Fazit: Seid nett zu allen Menschen und wenn euch ein Mensch mit Kunst nach ein bisschen Geld bittet, zollt ihm Respekt und gebt ihm was, falls euch gefällt was die Person da macht. Vielleicht ist euer Euro genau der, den er braucht um zu überleben oder seinen Traum zu erfüllen!

1 Kommentar 9.7.14 14:11, kommentieren